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© Angelika Schmelzer http://www.angelika-schmelzer.de

Niederlande

Fahren und Reiten

ca. 155 cm

Friesen müssen Rappen sein.

Ursprung

Der Friese stammt ursprünglich aus der  Provinz Friesland, wird aber auch in Deutschland gezüchtet.

Zuchtgebiet(e)

Allgemeines zur Pferderasse

Friesenpferde gehören als Verwandte der Altspanischen Pferde zu den ältesten Pferderassen Europas und üben schon aufgrund ihrer schwarzen Farbe und ihrer majestätischen Erscheinung seit Jahrhunderten eine ungebrochene Faszination auf den Menschen aus.

Exterieur

Farbe: ausschließlich Rappfarbe

Abzeichen: möglichst keine natürlichen Abzeichen, maximal Stern. Erwünscht sind keine unter normalen Umständen sichtbaren weißen Haare und/oder Pigmente. Deutliche Stichelhaare sind ein Grund zur Nichtkörung

Behaarung: Lange und volle Mähne, voller Schweif und üppiger Kötenbehang.

Typ: Edles, korrektes Pferd, in seiner Vielfalt verwendbar als Reit -  und Fahrpferd.

Trockener Kopf mit großem Auge, gut geformter Halsung und plastischer Bemuskelung. Klare, gut geformte Gelenke, korrekte Gliedmaßenstellung, deutlicher Geschlechtsausdruck bei Stuten und Zuchthengsten.

Bemuskelung: Klare, gut geformte Gelenke, korrekte Gliedmaßenstellung, deutlicher Geschlechtsausdruck bei Stuten und Zuchthengsten.

Körperbau: Harmonischer Körperbau, Hals mittellang, zum Kopf hin verjüngend, gute Ganaschenfreiheit, nicht zu schweres Genick,
lange und schräge Schulter, markanter, weit in den Rücken reichender Widerrist, gut bemuskelter mittellanger Rücken, ausreichende Brusttiefe, lange kräftig bemuskelte leicht schräge Kruppe mit tiefer Behosung. 

Trockenes, korrektes Fundament mit großen klaren Gelenken, Fesselung mittellang, gut geformte Hufe.

Die Stellung der Extremitäten soll von allen Seiten korrekt sein; die Winkelung im Sprung
gelenk soll ca. 150 Grad betragen, die Zehenachse soll in einem Winkel von 45 bis 50 Grad zum Boden sein.

Grundgangarten:
Fleißig, taktrein, schwungvoll und raumgreifend mit hoher "Knieaktion", natürlicher Aufrichtung und Balance. Der Schub soll erkennbar aus der Hinterhand über einen locker schwingenden Rücken auf die frei aus der Schulter vorgreifende Vorhand übertragen
werden.

Interieur

Umgängliches, charakterlich einwandfreies, unkompliziertes, nervenstarkes und zuverlässiges Pferd, das bestens für den Reit  und Fahrsport geeignet ist. Seine Charakterstärke und sein ausgeglichenes Temperament sollen erkennbar sein.

Robuste Gesundheit, gute physische und psychische Belastbarkeit, gute Fruchtbarkeit und das Freisein von Erbfehlern. Es ist besonders darauf zu achten, dass keine Kniescheibenluxation besteht.

 

Zuchtgeschichte

Die Friesenpferde zählen zu den ältesten Pferderassen Europas und stellen heute ein wichtiges Kulturgut dar, dessen Erhaltung sich der Friesenpferde-Zuchtverband e.V. zum Ziel gesetzt hat.

Die Aktivitäten des Zuchtverbandes in den letzten 20 Jahren führten zu einer Renaissance dieser Rasse. Was sich in Deutschland seit einigen Jahren tut, ist mehr als eine Rettung dieser Rasse - mit der Hilfe und der engagierten Mitarbeit deutscher Friesenpferdefreunde haben die Friesenpferde einen beachtlichen Aufschwung erfahren.

Der Friesenpferde-Zuchtverband e.V. ist die einzige staatlich anerkannte Züchtervereinigung für Friesenpferde in Deutschland; das Hauptziel ist die Erhaltung dieser einmaligen Rasse durch Reinzucht nach jahrhunderte alten Qualitätsmerkmalen als Gebrauchspferde für Freizeit und Sport.


Am 03.07.1979 wurde in Mönchengladbach der "Verband der Züchter und Freunde des Friesenpferdes Deutschland e.V." gegründet und am 27.08.1979 beim Amtsgericht Mönchengladbach eingetragen. Der Vorstand setzte sich aus den hier aufgeführten Personen zusammen:

10 Mitglieder hatte dieser Verband 1979, rasch wuchs die Mitgliederzahl. Günter Fröhlich, der die Friesenpferde in Deutschland populär machte, war auf der Reitanlage „Hubertus“ in Krefeld zu Hause und dort wurden auch die ersten Stut- und Fohleneintragungen unter der Hoheit des niederländischen Stammbuchs (F.P.S.) durchgeführt. Auch der erste in Deutschland stationierte Deckhengst "Douwe" 249 stand in Krefeld auf Station. Günter Fröhlich präsentierte mit Unterstützung viele Mitglieder sowie vieler Freunde dieser Rasse die Friesenpferde (Die schwarzen Perlen) auf den Messen wie "Equitana", "Euro-Cheval", "Grüne Woche Berlin". Die schwarzen Perlen wurden schnell bekannt und noch schneller beliebt.


So vergrößerte sich die Zahl der Anhänger dieser Rasse und in Deutschland wurden immer mehr Friesenpferde gezüchtet. Das hatte zur Folge, daß sich 1985 der damalige Geschäftsführer Friedrich Grotepaß darum bemühte, die Anerkennung des FPZV als eigenständiger Zuchtverband für Friesenpferde in Deutschland zu erlangen.


1986 wurde die Geschäftsstelle von Mönchengladbach nach Mettmann verlegt und ab September wurde Frau Weyer als Sekretärin und Zuchtbuchführerin in der neueingerichteten Geschäftsstelle beschäftigt.

Am 17.08.1986 haben der damaligen Geschäftsführer, der 1. Vorsitzende und Georg Weyer den ersten Friesenbrief als Rundschreiben verfaßt. Im Januar1989 erschien der erste Friesenbrief in Druckform.


Staatliche Anerkennung


Am 11.03.1988 mit der vorläufigen staatlichen Anerkennung wurde zur Vereinfachung der Name geändert. Aus dem "Verband der Züchter und Freunde des Friesenpferdes Deutschland e.V." wurde der "Friesenpferde-Zuchtverband e.V." (11.03.1988 amtlich). Die Satzung wurde überarbeitet und eine Zuchtbuchordnung mußte erstellt werden. Gleichzeitig wurde mit dem F.P.S. ein Vertrag über die Zusammenarbeit beschlossen. (Dokument in deutscher und niederländischer Sprache). Als eigenständiger Zuchtverband brauchte der FPZV auch einen Zuchtleiter.


Hierfür konnte Herr Dr. Otger Wedekind gewonnen werden. Von 1987 bis 1992 war er Zuchtleiter des FPZV und dann (bis 1996) 2. Vorsitzender des Verbandes. Seit 1996 ist er Ehrenmitglied. Die Tätigkeit als Zuchtleiter und später die als 2. Vorsitzender hat Dr. Wedekind aus beruflichen Gründen aufgeben müssen. Dem Verband steht er aber nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite.


Ab 1987 wurden an mehreren Orten in Deutschland Zuchtschauen veranstaltet und erstmalig eine Hengstkörveranstaltung (08. und 09.03.1987) durchgeführt. Zusammen mit den Körkommissaren vom F.P.S. beurteilte Dr. Wedekind die Friesenpferde. 1987 fand auch die erste Hengstleistungsprüfung (Okt./Nov.) des FPZV in Medingen statt. Hier die Namen der ersten gekörten und geprüften Deckhengste:


Erste gekörte und geprüfte Hengste


"Aswyn v/d Pluum" im Besitz von Fred Schmid aus Mülheim; "Floris" im Besitz von Wolfgang Liß aus Niedenstein und "Gregor" im Besitz von Rudolf Muggli aus Klettgau.


Eine Neuerung war außerdem die Ausstellung eines Bewertungsbogen für jedes Zuchtpferd/Fohlen. So wurden anhand dieser Bewertungsbögen erstmalig auf der Jahreshauptversammlung 1988 die besten Zuchttiere und deren Züchter/Besitzer geehrt.


Im Juni 1991 kündigte das F.P.S. den Kooperationsvertrag mit dem FPZV. Der Vorstand und nicht die Körkommission des F.P.S. waren gegen die weitere Anerkennung und Körung der Zuchthengste auf deutschem Boden.


Am 25.01.1992 auf der Mitgliederversammlung in Alfter/Bonn sind eine Anzahl Mitglieder aus dem FPZV ausgetreten, nachdem das F.P.S den geschlossen Vertrag trotz vieler Verhandlungen nicht mehr einhalten wollte und die Mehrheit der Mitglieder beschlossen hatte, daß der FPZV selbständig seine Züchter betreuen kann.


Endgültige Anerkennung


Im Mai 1992 erhielt der FPZV seine endgültige staatliche Anerkennung durch das Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes NRW nach dreijähriger Probezeit und weiterer Überprüfung seiner Tätigkeit durch die DLG-Kommission.


Vom 12.02.1992 bis September 1998 war Dr. Georg Oeppert als Zuchtleiter tätig. Unter seiner Leitung wurde die Zuchtbuch-Ordnung des FPZV in Abstimmung mit der ZVO (FN) und der zuständigen Behörde weiter ausgearbeitet. Am 22.04.1993 wurde der FPZV als Mitgliedsverband der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) Abteilung Zucht aufgenommen.


Im Laufe des Jahres 1993 hat sich eine Gruppe amerikanischer Züchter der Friesenpferde an den FPZV gewandt und um züchterische Unterstützung gebeten. Ein Vertrag über die Zusammenarbeit wurde geschlossen. Neben den züchterischen Veranstaltungen war der FPZV mit seinem Informationsstand und Schaubildern immer auf den Pferdemessen wie "Equitana" und "Euro-Cheval" vertreten. Um den Mitgliedern und Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich zu treffen, Ideen auszutauschen und aktiv an sportlichen Prüfungen und Schauvorführungen teilzunehmen, wurde das "Friesenfest" ins Leben gerufen. 1996 fand erstmalig auf dem Gelände des Ritterguts Kalbsburg das "Friesenfest" statt. 1997 richtete der Verband das "Friesenfest" in Dillenburg und 1998 in Gahlen aus. Ab 1999 findet das Friesenfest wieder in Dillenburg statt. Ab dem Jahr 1994 wurde die zentrale Hengstkörveranstaltung um die Championskörung erweitert, die sich aus verschiedenen Beurteilungskriterien zusammensetzt: Qualität der Nachzucht, Eigenleistung wie HLP- und Körnote, Tagesform, Turniererfolge und Plazierungen in den beiden ausgeschriebenen Prüfungen im Reiten und Fahren. Gleichzeitig wird diese jährliche zentrale Hengstkörveranstaltung dazu benutzt, den Züchtern die zur Verfügung stehenden Deckhengste vorzuführen. Hier die Namen der Champion: 1994 und 1995 "Gregor", der bereits 1987 von der deutsch-niederländischen Körkommission gekört und geprüft wurde, weitere Champions waren 1996 und 1997: "Remko van Noordwijk"; 1998 und 1999: "Reinder van‘t Hop".....


Der Verband wächst


Die Qualität der zur Zucht vorgestellten Stuten nahm von Jahr zu Jahr zu. So hatten immer mehr Stuten die Qualität einer "Stern-Stute". Ein Anliegen der Zuchtkommission war es daher, diese und nicht nur "Modell-Stuten" auf ihre Tauglichkeit im Gebrauch zu prüfen. So konnte neben den Feldprüfungen auch erstmalig 1997 dann weiterhin 1998 eine Stationsprüfung für Stuten in Dillenburg durchgeführt werden.


In 1997 bestand "Wendi" (Gregor x Lammert) mit Exterieur- und Gangqualitätsnote 8,0 die Eigenleistungsprüfung und konnte als Modell-Stute eingetragen werden.

Sie war die erste Stute aus deutscher Zucht, die dieses Prädikat erhielt.

1998 konnte aufgrund ihrer sehr guten Nachzucht die Stern-Stute Geldau (Hearke x Ritske) als erste Präferent-Stute des FPZV ausgezeichnet werden. Geldau wurde ebenfalls bereits im FPZV gezogen. So wie verschiedene andere Pferdezuchtverbände hat der FPZV seine Hochs und Tiefs erlebt, was dazu führte, daß im Januar 1999 ein komplett neuer Vorstand gewählt wurde. Die Züchter wurden seit Januar von Frau Dr. Christina Hassenstein betreut. Frau Dr. Hassenstein stellte sich auf der Jahreshauptversammlung am 8. Mai den Mitgliedern vor und führte die zentrale Hengstkörveranstaltung vom 7. bis 9. Mai durch.


Im Jubiläumsjahr fanden bis jetzt die Hengstkörveranstaltungen statt: Im Februar in Texas (USA) und wie bereits erwähnt vom 7. bis 9. Mai in Dillenburg. In der Zeit vom 13. August bis 5. September werden jeweils an den Wochenenden(Freitag bis Sonntag) an sieben verschiedenen Orten Zuchtschauen stattfinden. (s.TERMINE).


Ich hoffe, daß alle Mitglieder und Freunde mit Wohlwollen dem Verband in die nächsten zwanzig Jahre folgen und auch mit Rat und Tat unterstützen werden.

Dieser Text wurde von der bereits verstorbenen Frau Claudia Weyer verfasst und dem FPZV zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

Quelle(n)

Friesenpferde-Zuchtverband e.V.

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Foto-Galerie

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Literatur

Friese